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Über Basen, PG und VG

Basen, die Basis oder auch das Basisliquid, ist ein Trägerstoff mit einem fast neutralen Geschmack und wird noch zusätzlich mit Aroma und bei Bedarf auch Nikotin zum fertigen Liquid angemischt. Ohne Base ist das Dampfen nicht möglich. Die Zusammensetzung und die Qualität der Base beeinflussen ganz entscheidend die Dampfmenge, die Aromaentwicklung und damit auch den Dampfgenuss.

Die drei Grundstoffe einer Base

  • Propylenglykol (PG)
  • Vegetable Glycerin (VG)
  • Reines Wasser (H2O)

Was ist Vegetable Glycerin?

Mit Vegetable Glycerin (VG) ist ein pflanzliches Glycerin gemeint, von griechisch glykys, also süß. Es ist neben Propylenglykol (PG) der häufigste Trägerstoff von Aromen. Selten werden E-Basen nur mit VG oder nur mit PG benutzt, sondern meist in verschiedenen Anteilen zusammen gemischt. Vegetable Glycerin wird wegen seiner wasserbindenden Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt, als Feuchthaltemittel besonders in Shisha-Tabak und auch in klassischen Tabakzigaretten. VG ist als Lebensmittelzusatzstoff mit dem Kürzel E 422 zugelassen. VG ist recht zähflüssig bzw. dickflüssig und beinahe geschmacksneutral. VG dient der Dampfentwicklung, VG-lastige Liquids erzeugen einen sehr dichten, fülligen Dampf, der kaum in der Lunge kratzt. VG allein ist jedoch ein relativ schlechter Geschmacksträger, was bedeutet, dass in VG-lastigen E-Liquids muss mehr Aroma verwendet werden.

Eigenschaften von VG

  • sorgt für eine stabilere und vollere Dampfentwicklung, optimal für Sub Ohm Dampfer
  • hat einen süßen Eigengeschmack, besonders für fruchtige und süße Liquid-Aromen geeignet
  • wesentlich dickflüssiger als PG, weshalb es zu Nachflussproblemen und dem sogenannten „dry puff / burn“ kommen kann
  • hohes Wasserspeicherungsvermögen
  • zugelassen als Lebensmittelzusatzstoff E 422
  • wird als Lösungsmittel und Konservierungsmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt

Was ist Propylenglykol?

Propylenglykol (PG) ist, wie auch Vegetable Glycerin (VG), ein gut geeigneter Trägerstoff für Aromen. Der Geschmack wird gut transportiert und sorgt Propylenglykol zudem für einen stärkeren Throat Hit. Es ist ebenfalls Bestandteil von Nebelfluid, besser bekannt unter Nebelmaschinen, welche seit Jahrzehnten in Diskotheken und Shows eingesetzt werden. In der EU ist Propylenglykol unter der Bezeichnung E 1520 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es findet unter anderem Verwendung in Kosmetikartikeln wie Hautcremes, Deos und Zahnpasta. Manche Personen reagieren leicht allergisch auf Propylenglykol, deswegen werden PG-freie-Basen und Liquids auch ohne diesen Trägerstoff angeboten.

Eigenschaften von Propylenglykol

  • farb- und geruchslos
  • vor allem für Umsteiger und Einsteiger empfehlenswert
  • dünnflüssiger als pflanzliches Glycerin (VG)
  • höhere Geschmacksintensität / transportiert Aromen besser
  • besserer Flash
  • zugelassen als Lebensmittelzusatzstoff E 1520 (z.B. Deos, Hautcreme)
  • es verdampft sehr leicht, wodurch es sich nicht nur für Liquids, sondern z.B. auch für Nebelmaschinen eignet. Es sorgt also für eine bessere, aber keine dichtere Dampfentwicklung

Das PG/VG Mischverhältnis - Eine Frage des Geschmacks

Im Handel sind Basen in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen erhältlich. Üblicherweise diese Zusammensetzung nach dem Schema PG/VG/ angegeben. Die gängigsten Basen sind dabei:

  • 50/50 Base - Mischungsverhältnis einer Base mit 50% PG und 50% VG
  • 70/30 Base - Mischungsverhältnis einer Base mit 70% VG und 30% PG
  • 55/35/10 Base - Mischungsverhältnis einer Base mit 55% PG, 35% VG und 10% H2O
  • 80/20 Base - Mischungsverhältnis einer Base mit 80% PG und 20% H2O

PG für einen besseren Throat Hit, VG für weniger Kratzen im Hals

Gerade Dampfneulinge wünschen sich dieses typische Kratzen im Hals beim Rauchen von Zigaretten. Bleibt dieser Flash oder Throat Hit aus, dann liegt das am Mischverhältnis des Liquids. Ein hoher PG-Anteil sorgt für einen Throat Hit, der an den typischen Kick beim Rauchen erinnert. Andere Dampfer wiederum wollen genau das Gegenteil vom Throat Hit, ein angenehmes Gefühl in Hals und Rachen. Wer also findet, dass PG die Atemwege zu stark reizt, der entscheidet sich für einen höheren VG-Anteil im Liquid.

VG sorgt für eine dichtere Dampfentwicklung

Ein hoher VG-Anteil sorgt für eine dichtere und stabilere Dampfentwicklung, was vor allem für Subohm-Dampfer interessant ist. Liquids mit geringem VG-Anteil entwickeln nur sehr schwachen Dampf, weshalb gerade Um- und Neueinsteiger Liquids mit mind. 50% VG-Anteil bevorzugen, um eine zufriedenstellende Menge an Dampf zu produzieren, ohne die typisch dichte Sub-Ohm-Wolke zu produzieren. Ein moderater VG-Anteil vermeidet außerdem die VG-typischen Nachteile wie Zäh- bzw. Dickflüssigkeit („dry puff“-Risiko) und süßlicher Eigengeschmack, ohne jedoch auf den Vorteile der volleren Dampfentwicklung verzichten zu müssen.

Liquid-Aromen mit PG schmecken intensiver

Liquids mit einem hohem VG-Anteil haben einen intensiven süßlichen Eigengeschmack, weshalb sie oft für Frucht-Aromen verwendet werden. Doch die Süße hat den Nachteil, dass sie schwächere Aromen schluckt und jedem Aroma eine eigene Note mitgibt. PG-Liquids sind sehr viel neutraler und transportieren Aromen deshalb besser. So kann es also sein, dass dasselbe Aroma, je nach PG/VG Anteil unterschiedlich schmeckt.